Stadtrangliste Nachwuchs – Thaddeus, Lukas & Said weiter

Am Wochenende des 08.02.2020 und 09.02.2020, also dem in die Winterferien hineinführenden, fand die Stadtrangliste des Nachwuchses statt – Austragungsort war erneut die Halle der SG Clara Zetkin Leipzig – vielen Dank für eine gute Durchführung des Turniers.

Bedauerlicherweise musste von Verbandsseite dieser Termin gewählt werden, da aufgrund der Punktspielwochenenden und des durch den STTV gesperrten Wochenendes Ende Februar (die DEM in Chemnitz soll wohl im Zentrum jeglichen Tischtennisseins stehen) keine anderen Tage zur Verfügung standen.

Dies hatte leider auch auf die Teilnehmerzahl unseres Vereins Auswirkungen, sodass wir letztlich mit insgesamt 6 Startern vor Ort waren.

Die ebenfalls spielwillige Anna konnte nicht kommen, da in ihrer Altersklasse nur 2 Mädchen gemeldet waren. Man entschied sich folglich den Wettbewerb dieser nicht extra wegen 1 Spiels auszutragen, sondern beide direkt für die Bezirksranglisten zu melden. Nebenbei bemerkt war es für das Mädchentischtennis in Leipzig wieder einmal ein trauriger Tag, da keine Altersklasse im weiblichen Segment ausgetragen werden konnte und verteilt über die 4 Altersklassen insgesamt magere 4 Starterinnen gemeldet wurden – schade.

Los ging es am Samstag, den 08.02.2020 erst um 10:00 Uhr, da zur Altersklasse der Jugend 11 (also der Unter-11-Jährigen) unglücklicherweise nur 3 Jungen teilnehmen wollten oder konnten. So traf unser Jüngster, Lukas, auf den Favoriten und bereits seit mehreren Jahren aktiven Leutzscher Echterhoff und den Sieger der Minimeisterschaften von Clara Zetkin, Nietzold, sodass vor allem Lernen und Spaß haben angesagt war – die Qualifikation für die Bezirksranglisten war sowieso sicher. (Anmerkung – der Stadtverband hat 4 Startplätze sicher zu vergeben, wobei meist weitere Platzierte nachnominiert werden).

Lukas traf gleich in Spiel 1 auf den Favoriten aus Leutzsch. Erwartungsgemäß hatte er leider nicht viele Chancen, konnte aber immerhin erste Turnierluft schnuppern und die naturgemäß vorhandene Aufregung ein wenig ablegen. In Spiel 2 gegen Nietzold war Lukas schon besser im Geschehen, ging in Satz 1 sogar mit 10:8 in Front, verlor – zum einen aufgrund der Anspannung, zum anderen aufgrund des sich immer wieder verzählenden Gegenübers – ein wenig die Konzentration, musste diesen Satz noch abgeben, wodurch er etwas unsicherer wurde und am Ende das Match trotz engen Spiels ebenfalls 0:3 verlor. Dennoch war gerade diese Partie hoffentlich eine positive Erfahrung, da er nah an Satzgewinnen dran war und überdies wichtige Kenntnisse für den Umgang mit Nervosität und etwas Unruhe (wegen des zusätzlich bei den Aufschlagwechseln für „Chaos“ sorgenden Gegners) sammeln konnte.

Ab 12:00 Uhr waren dann die A-Schüler bzw. jetzt Jugend 15 genannten Spieler an den Tischen. Für uns traten Thaddeus mit dem Ziel Erreichen der Bezirksranglisten, Janosch in seinem 1. Turnier zum Erfahrung-sammeln und Milan an, der sich aufgrund der Tatsache in seiner Altersklasse (Jugend 13) bereits für den Bezirk vorqualifiziert zu sein, eine Altersklasse höher mehr Spielpraxis holen wollte.

In der Jugend 15 konnte überdies das größte Teilnehmerfeld begrüßt werden – insgesamt kamen 30 Jungs, sodass teilweise Wartezeiten entstanden, wobei sich dank der guten Organisation alles im Rahmen hielt und eher Gelegenheiten zum Verschnaufen gegeben waren. Gebildet wurden fünf Sechsergruppen, bei denen die Plätze 1-3 in die Endrunden einzogen, wobei die Ersten jeder Gruppe in die Endrunde der Ränge 1-5 einzogen, die 2. in die der Ränge 6-10 und die Dritten entsprechend um 11-15 spielten.

Ziel für Thaddeus war es somit, seine Gruppe zu gewinnen, um unter die Top 5 zu kommen, während Janosch und Milan einfach ihr Bestes geben sollten.

Janosch hatte in seiner Gruppe recht erfahrene Kontrahenten, die alle bereits mehrere Jahre Spielerfahrung haben bzw. im Falle des Spielers Singh aus Thekla zumindest mehrere Einsätze in der Schülerliga vorweisen können. So ging Janosch als krasser Außenseiter in seine Spiele und hatte angesichts der Tatsache, dass er natürlich erst am Anfang seiner Entwicklung steht, auch meist weniger Chancen auf gewonnen Matches. Dennoch hielt er in dem ein oder anderen Satz gut mit, ließ ab und an aufblitzen, dass es in einem Jahr sicherlich wesentlich schwieriger werden kann, gegen ihn zu bestehen und schaffte gegen den erwähnten Theklaer Singh fast einen Satzgewinn, wobei man hier v.a. die mangelnde Erfahrung im taktischen Bereich sah, die jedoch mit der Zeit kommen wird.

Milan spielte in seiner Gruppe sehr ordentlich mit. Bedauerlicherweise waren am Ende keine Siege, sondern nur diverse Satzgewinne, enge Spielausgänge (so verlor er 6x nur mit 2 Punkten Differenz) und ein guter Auftritt zu verzeichnen – gegen Gegner, die alle 1-2 Jahre älter sind. Trotzdem kann Milan durchaus zufrieden mit seinem Spiel sein, da er außer gegen den späteren Ersten immer gut mithielt, teilweise sogar dominierte und nur ein paar Chancen nicht nutzte, um das ein oder andere Match siegreich zu gestalten. Mit den gewonnenen Erkenntnissen und weiterhin engagiertem Training wird sich dies aber ändern.

Thaddeus war in seiner Gruppe an Position 1 gesetzt und folglich Favorit. Dennoch waren die Kontrahenten nicht zu unterschätzen – der Leutzscher F. Milde (Zweitbester Spieler der Schülerliga), der in seiner Heimstätte spielende Clara Zetkin-Spieler Kiselev und der Theklaer Rostaminia, der ebenfalls eine sehr starke Bilanz in der Schülerliga aufweist, galten als harte Prüfsteine, zumal Thaddeus sein 1. Jahr in dieser Altersklasse antrat (bzw. antritt, da die Altersklassen wie üblich in den Einteilungen des kommenden Spieljahres stattfinden – der Grund liegt darin, dass die finale Landesrangliste erst nach den Sommerferien ausgetragen wird, also in der Folgesaison). Gleich im 1. Duell gegen Kiselev siegte Thaddeus – bis auf den etwas lax gespielten 3. Durchgang – souverän 3:1. In den folgenden Spielen gewann Thaddeus sehr klar gegen die Theklaer Kretschmer, den erwähnten Rostaminia und den Rotationer Deng jeweils 3:0, so dass gegen F. Milde das Endspiel um Platz 1 der Gruppe anstand. In einem tollen Spiel, in dem Thaddeus der aktivere Spieler war und sich von einigen Fehlern nicht aus dem Konzept bringen ließ, rang er diesen mit 3:1 nieder und sicherte sich somit den wichtigen Einzug in die Endrunde der Plätze 1-5, der eigentlich schon den Einzug in die Bezirksranglisten bedeutete.

In dieser traf Thaddeus natürlich auf starke Konkurrenz – namentlich die Leutzscher Rockenbauch, Neumannn und die Rotationer Stiehl und Stehr. Los ging es – nach einem Freilos, da die Vereinskameraden jeweils zuerst gegeneinander antreten mussten – mit dem Spiel gegen Emil Rockenbauch, den er bereits bei der Stadtmeisterschaft geschlagen hatte, der allerdings ein gefährlicher Kontrahent sein kann – auch aufgrund nicht ganz regelkonformer Aufschläge, wobei er beim Gegner immer wieder ebensolche zu sehen glaubt (in der Vorrunde führte dies zu einem kleinen Disput des Leutzscher und des Tauchaer Trainers). In einem engen Spiel konnte Thaddeus nach verlorenem Auftaktsatz die Durchgänge 2 & 3 gewinnen, verlor etwas überhastet spielend den 4. ehe er im 5. wieder dominant agierte und letztlich stark 3:2 siegen konnte. Im Folgeduell wartete mit Neumann ein recht unangenehm zu spielender Konterspieler, gegen den sich Thaddeus immer wieder gut reinkämpfte – 2mal nach Verlust den Satzausgleich schaffte, ehe im 5. doch die Konzentration nicht mehr voll gegeben war, was ein 7:11 zur Folge hatte. Im 3. Duell gegen den Rotationer Stiehl spielte Thaddeus sehr souverän, setzte sein aggressives Spiel durch und gewann 3:0, so dass ein Podiumsplatz sicher war. Daran änderte selbst die abschließende klare Niederlage gegen den Turnierfavoriten und späteren Sieger Stehr nichts, die in ihrer Höhe ein wenig der schwindenden Kraft zuzuschreiben war.

Unterm Strich stand für Thaddeus damit ein hervorragender 3. Platz und ein Turnier, mit dem er sehr zufrieden sein kann und welches sicherlich motivierend für Training und künftige Wettkämpfe wirken wird. Toll!

Am Sonntag waren die Altersklassen Jugend 13 und Jugend 18 an der Reihe. Unsere möglichen Teilnehmer an der U13 konnten aufgrund bereits angetretenen Urlaubs nicht kommen, sodass wir erst um 12:00 Uhr zur U18 vor Ort sein mussten (bzw. 11:15 Uhr, um sich einzuspielen!). In dieser traten für uns Said und unser neuer Sportfreund Leon an à schade war, dass einige andere die Chance trotz Anwesenheit in Leipzig nicht wahrnehmen wollten.

Die insgesamt 18 Teilnehmer bildeten 3 Vorrundengruppen zu je 6 Spielern, wobei die Plätze 1 & 2 in die Endrunde um die Ränge 1-6 einzogen und die 3. und 4. die Ränge 7-12 ausspielen sollten.

Für Said hieß dies – trotz seines ebenfalls 1. Jahres in dieser AK -, mindestens 2. zu werden, um den Sprung in die Bezirksranglisten zu schaffen. Leons Ziel war es nach seiner Pause vom Tischtennis erstmal wieder reinzukommen und zu schauen, woran gearbeitet werden muss.

Leon hatte in seiner Gruppe den Leutzscher Turnierfavoriten Wahlgren, den Vielstarter des Wochenendes Stehr von Rotation Süd (er spielte neben der U18 und – wie oben erwähnt U15 – die U13 und kam in allen 3 AK’s in den Bezirk!), den Marienbrunner Dittrich, die wohl alle nicht schlagbar sein würden sowie 2 „Machbare“, nämlich den Leutzscher Henkel sowie seinen 1. Gegner Nguyen aus Mölkau. Leider erwischte Leon keinen guten Tag, denn bereits im Duell mit diesem konnte er nur selten sein Potential abrufen, machte viele unnötige Fehler, bei denen man merkte, dass noch an dem Gefühl zu arbeiten ist, wann welche Schläge nötig sind und verlor trotz knapp gewonnenen ersten und ganz klaren 4. Satzes das Spiel unnötig mit 2:3. Unglücklicherweise war dies wahrscheinlich ein Rückschlag, der zu noch mehr Verunsicherung führte, da Leon gegen die drei Favoriten Wahlgren, Stehr und Dittrich glatt verlor und auch gegen Henkel schwer ins Spiel fand. Zum Ende dieses besserte es sich zwar, doch konnte Leon das 12:14 im Dritten und damit das 0:3 nicht verhindern. Selbst wenn das Turnier dadurch mit dem letzten Platz seiner Vorrunde endete, sollte Leon den Kopf nicht hängen lassen, da er doch ab und zu zeigte, was er kann und nun weiß, woran im Training gearbeitet werden muss, wobei dies aufgrund der guten Einstellung zum Spiel eine lösbare Aufgabe sein sollte 😉

Said war seinerseits als Nummer 1 in seiner Vorrunde gesetzt. Mit dem Holzhausener T. Kluge und den Leutzschern N. Milde sowie Peters warteten jedoch keineswegs schwache Kontrahenten – v.a. gegen Erstgenannten hatte er schon Niederlagen hinzunehmen. Der Auftakt ins Turnier war sehr souverän – der Mölkauer Müller, die beiden Leutzscher N. Milde, Peters und der Clara Zetkin-Spieler Kretzschmar wurden alle deutlich 3:0 bezwungen, so dass es im Abschlussduell gegen T. Kluge um den Gruppensieg ging und darum, möglichst einen Punkt mit in die Endrunde zu nehmen (die Ergebnisse der beiden Weiterkommenden wurden mitgeführt). Den ersten Satz gewann Said deutlich, im 2. wurde es, wegen ein paar taktischen Nachlässigkeiten, beim 11:9 schon enger und im 3. musste Said sogar die Verlängerung bemühen, ehe er ein am Ende etwas zu knappes Duell durch ein 15:13 für sich entscheiden konnte – trotzdem: Platz 1 und Finalrunde A.

In dieser warteten der überraschende Gruppensieger aus Leons Vorrunde, Stehr, der den Favoriten Wahlgren 3:2 niedergerungen hatte, der ebenso weiterkam und aus Gruppe C der Leutzscher Manuel sowie der Bruder von Saids letztem Gegner, L. Kluge.

Gleich zum Auftakt traf Said auf den in sehr starker Form spielenden Stehr, gegen den wahrscheinlich ein anderes Spiel zu erwarten war als das deutliche 3:0, das Said noch vor 2 Wochen beim Jugendpunktspiel schaffte. Said startet gut in die Begegnung, ging in Führung, schaffte es allerdings sowohl im 1. als auch 2. Satz nicht, diese in einen Satzgewinn umzumünzen und stand folglich beim 0:2 mit dem Rücken zur Wand. Ab Satz 3 hielt er sich ein wenig mehr an die taktische Marschroute, gewann damit die Durchgänge 3 & 4 und letztlich den 5. mit 11:9, wobei erkennbar war, dass er zu viel von den Fehlern des Kontrahenten profitierte, da die Taktik nicht konsequent eingehalten wurde und somit Stärken des Gegenübers eher bedient als vermieden wurden. Im nächsten Duell gegen Manuel musste sich dies unbedingt bessern – immerhin hatte er gegen den gleichen Spieler das Wochenende vorher beim Bezirkspunktwertungsturnier verloren. Nachdem der 1. Satz klar wegging, schaffte es Said, den 2. Satz dank besseren Spiels mit mehr Variation für sich zu entscheiden, ehe er leider ab dem 3. wieder in sein Schema aus dem Auftakt zurückfiel und Manuels starker Vorhand zu viel Raum und Zeit zum Agieren gab. Folglich endete das Match mit einem 1:3 und Saids erster Niederlage des Tages. Dass dieser nun mit Wahlgren der an 1 gesetzte Akteur folgte, war sicherlich suboptimal. Said war ein wenig verunsichert, was der Gegner nutzte, um seinerseits das „Ruder in die Hand“ zu nehmen und das Spiel klar zu dominieren – 0:3. Da sich Said jedoch in Satz 3 fing und auch selbst mehr agierte, durfte man für das Abschlussmatch gegen L. Kluge guter Hoffnung sein. Ein am Ende souveränes 3:0 war dann folglich ein versöhnlicher Abschluss eines guten Turniers für Said, das er punktgleich mit dem Zweitplatzierten auf Rang 4 abschloss und sich somit erfolgreich für die Bezirksrangliste qualifizierte! Zudem konnte er erneut wahrnehmen, dass mit etwas mehr taktischer Cleverness (v.a. im Hinblick auf Schaffung von Vorteilen für sein Spiel und Eingrenzen der gegnerischen Stärken) sogar noch bessere Ergebnisse drin sind und er für jeden Spieler ein gefährlicher Gegner sein kann!

Herzlichen Glückwunsch an Thaddeus, Lukas und Said zur erfolgreichen Qualifikation für die Bezirksranglisten und unseren anderen Teilnehmern Janosch, Leon und Milan (der ja aber in der U13 vorberechtigt ist) für engagierte und v.a. sportlich faire Auftritte.

Im Bezirk können dann die bereits Vorqualifizierten Hannes, Philipp und Milan sowie Anna, Thaddeus, Lukas & Said antreten und mit Spaß am Sport ihr Bestes geben. Wir drücken die Daumen und wünschen viel Erfolg!

Ein herzliches Dankeschön geht an die Durchführenden um Christian Chmelik, unsere unterstützende Trainerin Frau Horn sowie die Eltern, die vor Ort ihre Kinder motivierten und moralischen Beistand gewährten.

Ein paar Fotos folgen demnächst in unserer Galerie.