Bezirkspunktwertungsturniere – 3. Plätze für Meymouna & Philipp / Said darf mit Rang 4 hoffen

Am Wochenende fanden die Bezirkspunktwertungsturniere des Nachwuchses in Döbeln statt.

Von unserem Verein hatten insgesamt 13 SpielerInnen Einladungen erhalten, von denen „nur“ 9 teilnehmen konnten, wobei wir damit immer noch eine sehr zufrieden stellende Anzahl stellten.

Am Samstag begann das Turnier mit den Altersklassen der Schüler C und der Schüler A. Hier traten Meymouna bei den C-Schülerinnen und Philipp sowie David bei den A-Schülern an. Absagen mussten leider Thaddeus bei den C-Schülern und Anna, Ben & Simon W bei den „Größeren“.

Pünktlich um 08:30 Uhr in Döbeln angekommen (schön ist diese Anfangszeit sicherlich weder für Betreuer noch Kinder, doch festgehalten wird daran immer noch), spielten sich die 3 ein, um die jeweiligen Ziele zu erreichen.

Bei Meymouna und Philipp hießen diese – Erreichen der Endrunde (es wurden zunächst Vorrunden gespielt, von denen die jeweils Besten in eine Endrunde mit dem finalen Entscheid einzogen), bei David vor allem Erfahrung-Sammeln im Bezirksmaßstab.

Meymouna hatte in Ihrer Vorrundengruppe (es gab hier 2 Gruppen, in denen die jeweils ersten 3 weiter kamen) die vermeintlich leichteren Gegnerinnen und machte sich berechtigt Hoffnungen, diese gut zu überstehen. Es begann auch alles mit 2 souveränen Siegen. Im 3. Spiel gegen Viehweger von Clara-Zetkin riss dann aber plötzlich ein wenig der Faden – Meymouna agierte zu passiv und taktisch nicht clever genug, so dass ein 0:3 zu akzeptieren war. Doch noch war alles drin – ein Sieg gegen Ihre Doppelpartnerin von den Landesmeisterschaften (Sommerweiß aus Großpösna) sollte den Endrundeneinzug sichern. Nach sicherem ersten Satz schlichen sich allerdings immer mehr vermeidbare Fehler ein – hinzu kam, dass die Gegnerin Handaufschläge machte, die Meymouna zusehends verunsicherten und nach verlorenem Satz 3 bei 1:2-Zwischenstand das Hinzuziehen des Schiedsrichters erforderten, da auch der gegnerische Coach (oder eher Vater?) nicht zustimmen wollte, dass der Ball beim Aufschlag hoch geworfen werden muss. Von diesem Trubel abgelenkt, passte bei Meymouna jedoch nichts mehr zusammen und ein 1:3 stellte den Einzug in die Endrunde erheblich in Frage. Glücklicherweise hatte sie im Vergleich zur 2. Pösnaerin das bessere  Ballverhältnis (puh – bei Punkt- und Satzgleichheit) und konnte so in der Endrunde nochmal von vorn starten.

Los ging es gegen Nadler von Rotation Süd, gegen die sie bisher 2x verlor, doch mit einer tollen Leistungssteigerung schaffte Meymouna ein 3:0 und damit eine Art Initialzündung. Gegen Dauerkontrahentin Nummer 2 – Bui von Clara Zetkin – behielt Meymouna auch in engen Phasen des Matches die Nerven und konnte einen engen 3:1-Erfolg feiern, womit die Tür zu einer starken Platzierung offen stand. Als dann auch noch gegen Boye (3. Mädchen aus Großpösna) ein 3:1 gelang, waren wir uns sicher, dass es mindestens zu Rang 4, vielleicht aber auch 3 und damit die Qualifikation zum Landespunktwertungsturnier gereicht haben sollte. Doch eine fehlerhafte Eingabe des Spielergebnisses gegen Talea Nadler ließ Meymouna zunächst auf Rang 5 erscheinen, was glücklicherweise sofort auffiel und korrigiert werden konnte. Am Ende hatte Meymouna den tollen Rang 3 – punktgleich mit Rang 2 – geschafft und sich somit für das Landespunktwertungsturnier qualifiziert (im Übrigen war sie als Einzige erfolgreich gegen Siegerin Nadler, was zeigt, wie gut Meymouna spielen kann, wenn alles stimmt)!

Herzlichen Glückwunsch!

Bei den A-Schülern starteten David als Außenseiter und Philipp mit guten Chancen in ihre Gruppen. Hier wurden 3 Gruppen gebildet, von denen jeweils die ersten beiden weiterkommen sollten.

Bei David schienen mit dem Bezirksvizemeister Adrian Schmiedecke und Joris Benndorf wohl die beiden Favoriten festzustehen, wobei auch andere starke Konkurrenz an die Tische ging.

Dank 8 Spielern in dieser Gruppe war David aber bereits sicher, 7 Spiele bestreiten und wichtige Lehren ziehen zu können. Diese hießen am Ende, dass 2 Siege 5 Niederlagen gegenüber standen, wobei – so sah David es glücklicherweise selbst ein – mindestens 3 Siege hätten stehen müssen, wenn die Konzentration immer auf den Punkt da gewesen wäre. Dennoch konnte er in einigen Partien spektakuläre Punkte, Satzgewinne und Rallyes zeigen, die ihm hoffentlich klar machten, dass mehr Konstanz und Konsequenz sehr viel mehr Erfolg erzielen lassen würden! Die beiden Siege waren dafür das beste Beispiel und zeigten den Weg zu effektivem Spiel.

Philipp hatte in seiner Gruppe den Vizestadtmeister Gabriel Schmiedecke und Leon Ott von Torgau als wohl härteste Kontrahenten ausgemacht. So begann Philipp auch souverän mit einem 3:0 gegen den Holzhäuser Bui. Nach einer Freirunde (in dieser Gruppe waren es nur 7 Spieler) stand schon das erste wegweisende Duell gegen Leon Ott an, das denkbar schlecht mit einem verlorenen Satz 1 begann. Mit taktisch clevererem Spiel konnte Satz 2 gewonnen werden, postwendend wurde Satz 3 jedoch knapp abgegeben. Doch Philipp fand immer besser ins Spiel und münzte seine Dominanz in den Sätzen 4 & 5 in mehr Punkte um, so dass ein 3:2 Sieg und praktisch die Vorentscheidung für die Endrunde gefallen war. In den nächsten 3 Einzeln gab Philipp dann keinen Satz ab, gewann souverän und traf im Endspiel um den Gruppensieg auf Gabriel. Hier spielte Philipp auch für den Betreuer überraschend stark auf, gewann Satz 1, verlor knapp den 2. und konnte nach einem Hänger im 3. auch Satz 4 gewinnen, womit der Entscheidungssatz ebenjene bringen musste. Etwas zu passiv mit wohl noch vorhandener Angst vor der eigenen Courage verlor Philipp 8:11, doch das tolle Spiel gab Mut für die Endrunde, in der mit Joris Benndorf, Adrian Schmiedecke, Lucas Heyer und Nicos Ahlgrimm starke Kontrahenten warteten.

In Einzel 1 gegen Heyer aus Lindenthal konnte Philipp dann erfolgreich Revanche für seine ärgerliche Niederlage bei der Bezirksmeisterschaft nehmen und glatt 3:0 gewinnen.

In Einzel 2 traf er auf seinen alten Rivalen Benndorf (Marienbrunn), den er nach Startschwierigkeiten mit 3:1 besiegen konnte.

Somit schien Einzel 3 gegen Nicos Ahlgrimm, der in Delitzsch immerhin bereits 2. Bezirksliga Herren spielt, vorentscheidend um den „Platz auf dem Podest“ zu sein, da ebenjener Ahlgrimm zuvor gegen G. Schmiedecke verlor. Satz 1 ging etwas schockierend klar mit 4:11 an den Gegenüber, doch in Satz 2 konnte Philipp davon profitieren, dass er mehr sein Spiel einbringen konnte – Satzausgleich. Satz 3 wurde erneut verloren, doch Satz 4 dank mehr Mut gewonnen. Zwar meinte der Betreuer des Delitzschers (ein Spieler der Leutzscher Füchse, was uns noch mehr motivierte 😉 ), dass dieser nur sich selbst schlagen könne, doch wollte Philipp dieser Überheblichkeit gern ein Schnippchen schlagen. Beim Stand von 9:9 in einem an Spannung kaum zu überbietenden Entscheidungssatz erarbeitete sich Ahlgrimm zwar einen Matchball, den Philipp in einem nervenaufreibenden Ballwechsel jedoch abwehren, sich seinerseits dann selbst einen solchen erarbeiten und dann auch verwandeln konnte! Ein ganz toller Erfolg!

Dass dieser schon zu Rang 3 reichte, machte Adrian Schmiedecke – Philipps letzter Gegner – durch seinen Erfolg über Ahlgrimm klar, so dass das Schlussmatch gegen ebendiesen nur noch Freundschaftscharakter hatte, in dem Philipp trotz guter Leistung 0:3 verlor – wobei der Spannungsabfall deutlich spürbar war.

Mit diesem 3. Platz qualifiziert sich auch Philipp für das Landespunktwertungsturnier (wie bereits im letzten Jahr bei den B-Schülern)!

Herzlichen Glückwunsch!

Am Sonntag reisten wir dann mit gleich 6 Kindern und 3 Eltern nach Döbeln, wobei uns hier Emilia und Alva bei den B-Schülerinnen, Kjöll und Said bei den B-Schülern sowie Ole & Nicolas als Nachrücker bei der Jugend vertraten.

Ole und Nicolas hatten bei der männlichen Jugend sicherlich keine einfachen Aufgaben, waren jedoch motiviert, gegen die besten Spieler des Bezirks eine Art „Trainingswettkampf“ zu absolvieren. Da beide in 8er-Gruppen waren, boten auch je 7 Spiele genügend dafür. Ole hatte in seiner Gruppe eigentlich nur einen schlagbaren Gegner – der Rest hatte eine deutlich bessere Live-PZ. So gab es bis auf ein paar Sätze und gute Ballwechsel auch nicht viel zu holen, wobei der Trainingseffekt sich sicherlich demnächst zeigen kann. Etwas ärgerlich war einzig die Tatsache, den schlagbaren Kontrahenten mit etwas überhastetem Spiel nicht bezwungen zu haben und damit den letzten Platz einnehmen zu müssen.

Nicolas hatte in seiner Gruppe immerhin 2 potentiell schlagbare Gegner, aber auch 3 „Großkaliber“ gegen die es sehr schwer würde. Mit tollem Einsatzwillen, seinem gewohnten Kampf um jeden Ball konnte Nicolas gleich 3 Einzel holen und bei einer 3:4-Bilanz besser als erwartet abschneiden, wobei 1 gedrehtes Spiel nach 0:2-Rückstand das Selbstvertrauen weiter gesteigert und für Training – nun auch mit einem nicht völlig abgespielten Vorhandbelag 😉 – motiviert haben sollten.

Bei den B-Schülerinnen sollte Emilia nach ihrer langen Pause aufgrund ihres Fußbruchs wieder zurück zum Turniertischtennis finden, während Alva an einem guten Tag Chancen auf Rang 3-4 haben sollte.

In leider nur einer 9er-Gruppe bestritten beide zunächst ihr Einzel gegeneinander, das Alva klar für sich entschied.

In den weiteren Einzeln merkte man Emilia deutlich an, dass sie noch nicht die Sicherheit der Zeit vor der Verletzung hatte, so dass sie letztlich alle Spiele trotz einiger ordentlicher Spiele abgeben musste.

Alva fing auch in Einzel 2 gut an, gewann Satz 1, doch irgendetwas brachte sie aus dem Tritt. Mit zunehmender Unsicherheit kämpfend verlor sie das Spiel letztlich 1:3 und fand auch in den folgenden 3 Partien nicht zurück in den Wettkampf. Zwar konnte sie in den letzten Matches in einigen Sätzen nochmals ihre Möglichkeiten zeigen, doch so richtig ins Turnier kam sie nicht mehr, so dass schlussendlich Rang 8 verkraftet werden musste – Schade.

Bei den B-Schülern (3 Vorrundengruppen, von denen die je 2 Besten weiterkamen) wollte Said unbedingt die Endrunde erreichen, was angesichts der Gruppe möglich sein sollte, während Kjöll doch mindestens 2 aller Voraussicht nach zu starke Gegner erwarteten, u.a. der Bezirksvizemeister Roß.

Kjöll, den gleich zu Beginn 2 schlagbare Gegner erwarteten, fand nach der krankheitsbedingten Woche Trainingspause leider zunächst nicht wirklich in sein Spiel, so dass eigentlich machbare Matches mit 2:3 und 1:3 an die Gegenüber gingen. Nach der kalkulierten Niederlage gegen den o.g. späteren Sieger des Turniers, kämpfte er sich in Spiel 4 zwar noch einmal ins Turnier und verlor nur sehr knapp mit 1:3, doch schien diese durch einen verschlagenen Schmetterball zum 9:11 erlittene Schlappe ein wenig den „Zahn gezogen zu haben“, so dass er beide Schlusseinzel 0:3 verlor und sich mit Rang 7 der Gruppe begnügen musste. Trotzdem bot Kjöll ordentliche Leistungen und zeigte, dass mit mehr Sicherheit und etwas mehr Variabilität v.a. der Aufschläge auch mehr Erfolge erzielt werden können.

Said begann seine Gruppenphase erfolgreich mit einem 3:0 über einen uns bisher unbekannten guten Spieler aus Arzberg und einem ebensolchen Ergebnis gegen seinen Stadtmeisterschaftsdoppelpartner Wagner aus Marienbrunn. In Duell 3 traf er auf Schädlich aus Borsdorf, gegen den er bisher 1:2 stand. Unglücklicherweise fand er hier nie richtig ins Spiel, servierte viele Bälle zu hoch und musste ein klares 0:3 einstecken, wodurch jedes weitere Spiel umso schwerer wog. Ein glattes 3:0 über den Fremdiswalder Schippan bedeutete erst einmal etwas Aufbau des Selbstbewusstseins, das in der nun folgenden „Schlacht“ gegen den zusammen mit Said 3. der Bezirksmeisterschaften – Grießer aus Mörtitz – auch bitter nötig war. Ein 0:2-Rückstand konnte mit mehr Konsequent in den Angriffsschlägen in einem Marathonmatch mit Zittern und 5 Sätzen, die jeweils zu 9 endeten, in ein 3:2 gedreht werden und gab noch mehr Auftrieb für das wohl entscheidende letzte Gruppenduell gegen Tinkl aus Markkleeberg, gegen den er bisher 2x verloren hatte. Doch dieses Mal konnte Said die Schwächen des Gegenüber gut ausnutzen und relativ souverän mit 3:0 siegen, wodurch sogar Gruppenrang 1 und der Einzug in die Endrunde gesichert war.

In dieser traf er gleich auf o.g. Roß, der später auch das Turnier gewann und verlor relativ chancenlos 0:3, wobei er sich doch etwas mehr einschüchtern ließ, als nötig war – v.a. bei den Aufschlägen des Gegners.

In Einzel 2 wartete mit dem Bezirksmeister Ronniger gleich eine ebenso schwere Aufgabe, die Said jedoch stark annahm und sich in Satz 1 gleich 2 Satzbälle erarbeitete. Diese wären gegen einen „Frontrunner“ sehr wichtig gewesen, doch sollte es nicht sein. So fand Ronniger zu mehr Sicherheit und gewann 3:0 gegen Said.

In Einzel 3 sollte nun aber endlich der 1. Erfolg erzielt werden. Gegen Böger von Clara Zetkin konnte Said nach engen Sätzen 1 & 2 dann doch mehr Abgeklärtheit ins Spiel bringen und letztlich verdient 3:1 siegen. Durch diesen Erfolg hielt er sich alle Chancen offen, im letzten und entscheidenden Spiel gegen Steube von Rotation Süd den Sprung aufs Podium zu schaffen. In einem überaus engen und spannenden Spiel schaffte es leider aber Steube in den entscheidenden Phasen seine Stärken mehr Gewicht zu verleihen, so dass Said 10:12 im 4. und damit 1:3 unterlag.

Trotz allem ist der erreichte 4. Platz für Said eine hervorragende Leistung, die ihm und uns zeigt, wie gut er sich entwickelt hat und gegen welch starke und weitaus erfahrenere Gegner er schon mithalten kann. Zudem hat er mit diesem Rang auch recht gute Chancen als Nachrücker doch noch zum Landespunktwertungsturnier fahren zu dürfen.

Herzlichen Glückwunsch.

Unterm Strich sind wir sehr zufrieden mit all unseren Kindern, die sich dem Turnier gestellt und ihr Bestes gegeben haben und unsere Abteilung toll vertraten.

Ein Dank gilt auch den Fahrern – Philipps/ Nicolas‘ Mutter, Emilias/ Davids Papa, Alvas Papa und der den Betreuer unterstützenden Mutter Meymounas/ Saids.

–> ein paar Bilder sind in unserer Galerie zu finden!

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